Hypnose bei Angststörungen

Während der Hypnose wird die Erregbarkeit bestimmter Hirnareale isoliert ein- oder ausgeschaltet. Diese Punktaktivierung, beispielsweise das Blockieren begrenzter Hirnareale, die für das Schmerzempfinden verantwortlich sind, erklärt, dass auch chirurgische Eingriffe und zahnärztliche Eingriffe ohne Narkose unter Hypnose durchgeführt werden können. Auf der diesjährigen Konferenz hat die M.E.G. bei klinischer Hypnose aufzeigen können, dass die Gastroskopie unter Hypnose eine um 19 Prozent kürzere Untersuchungszeit hatte. 61 Prozent der Patienten würgten weniger und die Untersuchung war insgesamt angenehmer. Eine Kopfchirurgie könnte sogar Patienten mit großen Tumoren im Gesicht und am Kopf heilen, die sonst aufgrund des Alters unter Hypnose nicht in konventioneller Narkose operiert werden könnten.

Psychotherapeut Jean Cecilia-Menzel

Angststörung mit Hypnotherapie

Hypnose eignet sich zur Therapie von Ängsten

Vor allem emotionale Ausnahmesituationen, die sogenannten Traumata, die dazu führen, dass der Patient in anderen Situationen mit ungesunden Verhaltensweisen reagiert lassen sich unter Hypnose besonders gut behandeln. Diese Symptome sind nicht sinnlos, haben aber einen spezifischen biografischen Anker. Die meisten Angstpatienten reagieren auf hypnotische Interventionen besonders gut. Der Therapeut handelt problem- oder symptomorientiert. Es geht nicht in erster Linie darum, störendes oder dysfunktionales Verhalten zu beseitigen. Das Symptom sollte verstanden und als Ressource genutzt werden. „Wir sehen Angst nicht als etwas, gegen das man kämpfen muss. Angst ist eine bedeutende Reaktion auf etwas, und wir versuchen, Verbündete in den Symptomen zu finden. Wir wollen die Patienten anweisen, den sinnlosen Kampf aufzugeben, es stellt sich schnell heraus, dass das System anders zu funktionieren beginnt“, Typischerweise bietet der Therapeut dem Klienten auch möglichkeiten für die Eigentherapie zuhause.

Psychotherapie bei Angst

Die wichtigste Anforderung des Therapeuten ist der Aufbau einer innigen Beziehung, des sogenannten Rapports, der erfolgsentscheidender ist als die Technik selbst. Patienten haben oft die Vorstellung, dass die Angst nie wieder aufkommen soll. Ich bin sehr misstrauisch gegenüber jeder Maßnahme, die behauptet, dass sie alle Angststörungen beseitigen kann. „Man kann nichts auslöschen, aber man kann lernen, anders mit Angst umzugehen, was ich in der Hypnotherapie als große Chance sehe: Was sagt mir das Symptom, wozu dient es, was will es ausdrücken. ´

Psychotherapie und Hypnose kombiniert bei Angststörungen

Zu den häufigsten Diagnosen, bei denen Hypnose eingesetzt wird, gehören verschiedene Angststörungen wie Panikstörung, Logophobie (Angst vor dem Sprechen) oder diffuse Ängste ohne erkennbare Ursache. Die Wirksamkeit in diesem Bereich ist sehr gut dokumentiert. Vor Jahrzehnten gaben mehrere klinische Studien Anlass zu der Hoffnung, dass Hypnose eine wichtige und erfolgreiche Methode gegen krankhafte Ängste sein würde. Dazu gehört die Studie von Marks et al. 1968 und Melnick & Russell 1976 zum Thema Phobien, die von Benson et al. 1978 über die generalisierte Angststörung oder die Studie von Spies 1979; Sapp 1991 und Zeyer et al. 1994 für den Bereich Prüfungsangst. Die meisten Studien wurden nach aktuellen wissenschaftlichen Standards durchgeführt.

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